GestaltWerk

Psychotherapie- Gestalttherapie - Traumatherapie

Einzeltherapie

Der Dialog ist das wesentliche Prinzip menschlichen Kontakts. Gerade in schwierigen Situationen ist es oft mehr die Beziehung, die stützt und trägt, als die inhaltliche Ebene, auf der Information ausgetauscht wird. Gerade in der Arbeit an seelischem Leid ist es die stützende Beziehung im leiblich erfahrbaren „Zwi­schen“, die Menschen wieder Mut und Hoffnung fassen lässt. Diese Form von Beziehung lässt sich nicht einfach herstellen, aber es lassen sich die Vorausset­zungen schaffen, damit sie entstehen kann aus einer Haltung heraus, die es ermöglichen soll, Selbstakzeptanz, Selbstverstehen und Selbstregulation der Betroffenen zu fördern.

Für uns Menschen als soziale Wesen ist der Dialog eine notwendige Bedingung, um ein fragmentiertes Selbstempfinden in ein kohärentes Selbst­empfinden zu entwickeln. Das dialogische Verständnis orientiert sich weniger an objektivierenden, naturwissenschaftlichen Konzepten, sondern stellt das Selbstempfinden der am Dialog Beteiligten in den Vordergrund. Es ist diese phänomenologische Herangehensweise, die es uns ermöglicht, nicht nur mit den bewussten Seiten unseres Selbst in Kontakt zu treten, sondern auch mit den eher wahrnehmungsorientierten, qualitativen Schichten unseres Erlebens.

In einem gelingenden Dialog entsteht ein Raum zwischen den Beteiligten, Raum für Überschüssiges, Unsagbares, das sich nun jenseits von Rollen, Gren­zen und Normen zeigen kann. Dieser Raum der Zwischenleiblichkeit trägt den Dialog und macht es möglich, mit den erle­bensorientierten Schichten des eigenen Wesens in Kontakt zu treten. Dadurch wird Dialog auf einer qualitativen Ebene möglich, einer Ebene menschlichen Verstehens jenseits von verwirrenden Annahmen und konzeptionellen Erklä­rungen. Wir können so Qualitäten im Umgang miteinander erreichen, die neben aller erforderlichen Einhaltung von Rollen und Funktionen der menschlichen Dimension neue Räume eröffnen.